Wissenswertes
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Hier können Sie sich einen Kurzüberblick über die Geschichte von Darmsheim verschaffen und mehr über "Land und Leute" erfahren. |
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Möglicherweise erfolgte die erste Besiedlung der Darmsheimer Markung schon in der jüngeren Steinzeit (2000 v. Chr.). Funde, die 1930 auf der Flur Hackmesser entdeckt wurden, deuten darauf hin. Aus der Hallstattzeit (Ende 8. bis Mitte 5. Jh. v. Chr.) sind sechs Grabhügel bekannt, die auf eine frühere Besiedlung des Eichelberges mit landwirtschaftlicher Nutzung der nördlichen Fluren hinweisen. Nachdem der Frankenkönig Chlodwig die Alemannen besiegte, trennte er den zum Bistum Konstanz gehörenden Ort von Maichingen. In der Zeit von 550 bis 750 verlief hier die Stammesgrenze zwischen Schwaben und Franken - davon zeugen alemannische Reihengräberfelder auf der Flur Rosenäcker.
Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1140/50 zurück: Darmsheim wird im Zusammenhang mit Schenkungen an das Kloster Hirsau genannt. Im 13. Jahrhundert begann schließlich die gemeinsame Geschichte mit Sindelfingen, als nämlich die Sindelfinger Chorherren die Kirche in Besitz nahmen. Seit 1357 gehört Darmsheim zu Württemberg.
Darmsheim erlebte die Gräuel des Dreißigjährigen Krieges: Die Einwohnerzahl sank während dieser Zeit um die Hälfte auf 450 Personen. Bis Mitte des vorigen Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung wieder auf das Doppelte an, sank dann durch Abwanderungen erneut und nahm erst Ende des Jahrhunderts allmählich wieder zu. Die höchste Einwohnerzahl des vorigen Jahrhunderts wurde dann erst nach dem Zweiten Weltkrieg übertroffen. |
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Den wohl schwärzesten Tag seiner Geschichte erlebte der Ort am 20. August 1907, als die meisten Gebäude des alten Ortskerns einem Brand zum Opfer fielen. Der Brand löste eine Welle der Hilfsbereitschaft aus: Darmsheim wurde von König Wilhelm bis hin zur Sozialistischen Internationalen unterstützt. Der Wiederaufbau des Ortes setzte Maßstäbe: Noch heute besticht die Architektur, den nachfolgenden Generationen wurde ein herausragendes Erbe mit hohem Denkmalwert hinterlassen. Nach dem Krieg war mit geringen Mitteln große Aufbauarbeit zu leisten. Ein großer Verdienst der damaligen schweren Zeit war auch die Integration der Vertriebenen. |
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Drei große Steinbrüche prägten die Landschaft und den Lebensrhythmus der Gemeinde. Es waren und sind dies: Der Steinbruch Durst an der Grenze zu Dagersheim, der Steinbruch Kopp - heute die Parkanlage Aibachgrund - und der noch aktive Steinbruch Schäfer. Die Lebensbedingungen waren hart - die schwierige Haushaltslage in den Nachkriegsjahren brachte einige Gemeinden dazu, über einen Zusammenschluss mit einem oder mehreren Partnern nachzudenken. So kam es 1971 auch im Fall von Darmsheim zum Zusammenschluss mit Sindelfingen.

Land und Leute
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Geographische Daten und Fakten
Auf der Markung Darmsheim stoßen Wald auf kahlem Muschelkalk und die lößbedeckte Schwippenbucht zusammen. Dazwischen befindet sich ein klarer fischreicher Bach in einer grünen, häufig überschwemmten Wiesenau. Darmsheim liegt 440 m über dem Meer. Die Markungsfläche beträgt 782 ha und ist damit pro Kopf die größte von allen Sindelfinger Ortsteilen. Seit den 50er Jahren ist Darmsheim nahezu um das vierfache gewachsen. Vor allem im Süden ergänzen schöne neue Baugebiete den Ortskern. Die Einwohnerzahl beträgt rund 4100. |
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Ortsbild und Ortsentwicklung
Darmsheim konnte bis heute seinen ländlichen Charakter bewahren. Das Zentrum wird von alten Fachwerkhäusern geprägt. Das Gesamtbild wird abgerundet durch das Ensemble von Zehntscheuer, Backhaus, Kirchhof und Kirche.
Seit 1971 ist Darmsheim ein Stadtteil von Sindelfingen. Die Vereinbarung über den Zusammenschluss sah zahlreiche Investitionen in Darmsheim vor, die in den Folgejahren umgesetzt wurden. Dazu zählt die Ortskernsanierung, das Schulzentrum Rappenbaum mit Sporthalle und Hallenbad (gemeinsam mit Böblingen), das Sportplatzzentrum auf dem Eichelberg, der Festplatz Löchle, die wunderschöne Parkanlage im Aibachgrund (ehemaliger Steinbruch Kopp) sowie das Feuerwehrmagazin. Ein prämiertes Projekt der letzten Jahre im jüngsten Baugebiet „Innerer Bühl-West" ist der Kindergarten. |
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Ziel war und ist es, allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern eine möglichst umfassende Versorgung zu sichern. So gelang es auch, nach jahrelangem Einsatz ein Einkaufszentrum anzusiedeln. Für die Jugend Darmsheims gibt es zahlreiche Angebote in den Vereinen, außerdem wurde ein offener "Jugendtreff" geschaffen. Für unsere älteren MitbürgerInnen wurde das betreute Wohnprojekt „Senioren-Wohnen“ ins Leben gerufen. Ein gemeinsames Pflegeheim Dagersheim-Darmsheim ist fertig gestellt. Zu den besonderen Aufgaben der Zukunft gehören insbesondere die Nordumfahrung, die innerörtliche Verkehrsproblematik, die Entwicklung der Ortsmitte und die Sicherung der baulichen Entwicklung durch die Fortschreibung des Rahmenplans. |
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Reges Vereinsleben
Charakteristisch für Darmsheim ist das rege Vereinsleben und der ausgeprägte Gemeinsinn der Bürgerinnen und Bürger. Dies zeigte sich nicht zuletzt beim Kindergartenförderverein: Dieser erstellte in Eigenarbeit die Außenanlagen für den neuen Kindergarten „Innerer Bühl". Im Sommer werden dort große Feste gefeiert.
Das bekannte Seenachtsfest, organisiert durch den Musikverein, sowie die Sonnwendfeier der Freiwilligen Feuerwehr ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher nach Darmsheim. Absoluter Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist der traditionelle Töpfermarkt, einer der größten Märkte Süddeutschlands, auf dem ursprüngliche Handwerkskunst präsentiert wird. Regelmäßig ausverkauft sind auch die Aufführungen des Mundarttheaters. |
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